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Reisen mit Kind – Der Langstreckenflug

Jetzt, kurz nachdem wir  von unserer knapp fünfwöchigen Reise in die USA (Florida) zurück sind, finde ich endlich die Zeit, wie auf Instagram versprochen, ein bisschen mehr über den Ablauf unserer Reise, die Planung im Vorfeld, den Flug mit Baby und Kleinkind, etc. zu berichten.

Um alle Infos unterzukommen, werde ich mehrere Posts zu den verschiedenen Themen schreiben. Besonders häufig habt Ihr mich nach dem Langstreckenflug mit Baby und Kleinkind gefragt, weshalb ich direkt damit beginnen werde.

Schon mit Maxi sind wir immer viel geflogen. Bei seinem ersten Flug war er 7 Monate alt. Damals ging es für uns nach Fuerteventura (4 Flugstunden) und ich hatte wirklich großen Respekt davor. Schon mehrfach hatte ich gehört, dass Babies mit dem bei Start und Landung entstehenden Druck auf die Ohren nicht gut zurecht kommen würden. Man gab mir den Tipp unbedingt bei Start und Landung zu stillen bzw. ein Fläschchen zu geben. Meiner Meinung nach der beste Tipp überhaupt, denn weder Maxi noch Karl haben im Flugzeug jemals wegen Druckschmerzen geweint. Bei seinem ersten Langstreckenflug (2015 nach San Francisco) war Maxi, wie Karl dieses Mal, genau 10 Monate alt. Die größte Herausforderung in diesem Alter ist es die Babies zehn Stunden oder mehr  bei Laune zu halten – und das auf engstem Raum.

 

Vor dem Abflug

Kurz vor unserem ersten Langstreckenflug zu viert.

Schon auf dem Weg zum Flugzeug gibt es einige Sachen zu bedenken. Ich persönlich bin ein großer Fan davon mit dem Kinderwagen bis zum Gate zu fahren und alles erst direkt am Flieger abzugeben und dann auch direkt nach der Landung wieder zu bekommen. So sind die Kids gleich versorgt, man muss das Baby nicht tragen, hat man doch sowieso schon genug zu schleppen, und das Kleinkind kann nicht davon laufen. Ich habe zwar auch schon einige Mamas gesehen, die in sich in dieser Situation mit einer Trage behelfen, ich persönlich finde einen Kinderwagen aber viel geschickter, weil ich darauf auch noch Tasche, Jacken o.ä. abladen kann und nicht so viel schleppen muss. Unser Kinderwagen (Bugaboo Donkey) ist zweiteilig, sprich Sitze und Gestell können getrennt werden. Während wir das Gestell einfach nur zusammenklappen, verpacken wir die Sitze immer noch einmal extra in einer Tasche zum Schutz. Dieses Mal wurde das Gestell unseres Kinderwagens leider verbogen. Ich habe versucht den Schaden bei der Fluggesellschaft (Lufthansa) einzureichen, leider haben wir erst spät gemerkt, dass der Wagen kaputt ist, so dass wir nicht innerhalb der Frist von sieben Tagen lagen. Ich gebe Euch also den nahliegenden Tipp, den Wagen direkt nach der Ankunft auf ALLE Funktionen zu überprüfen, auch die, die man in diesem Moment nicht unbedingt braucht. Unser Donkey war nämlich fahrtüchtig und sah auf den ersten Blick heil aus, erst als ich ihn schmal stellen wollte, stellte ich mit Schrecken fest, dass das Gestell dermaßen verbogen war, dass man es nicht mehr zusammen schieben konnte. Mein Fazit: ich würde nicht mehr mit dem “guten” Kinderwagen fliegen, sondern lieber mit einem billigen Reisebuggy.

Den Maxi-Cosi, den wir bisher auf wirklich jeder Flugreise dabei hatten, geben wir je nach Fluggesellschaft entweder mit den Koffern oder am Sperrgepäckschalter auf. Dieser kam bisher immer heil ans Ziel, obwohl wir keine extra Schutztasche verwenden. Für Maxi hatten wir keinen Kindersitz dabei, den haben wir vom Mietwagenverleih (in diesem Fall Alamo) geliehen.

 

Über den Wolken

Beste Stimmung an Bord.

Im Flugzeug hatten wir dieses Mal drei Sitzplätze gebucht. Da Karl noch unter zwei Jahren ist, konnte er fast umsonst, dafür aber ohne eigenen Sitz mitfliegen. Dementsprechend saß er die meiste Zeit auf meinem Schoß, manchmal auf dem Boden vor unseren Sitzen, da wir glücklicherweise die erste Reihe mit mehr Beinfreiheit reservieren konnten.

Maxi (knapp 3,5 Jahre) war auf dem Flug super einfach zu besaßen. Er durfte sich im Board-TV Filme aussuchen und war damit erst einmal glücklich. Wir hatten aber auch das iPad mit diversen Filmen und Spielen (sehr zu empfehlen, auch schon für kleinere Kinder, sind die Apps TioMio, RioMio, BioMio) dabei, für den Fall, dass es an Board nichts Geeignetes für ihn gibt. Bei kurzen Flügen ist das sowieso sinnvoll, weil es ja keine Fernseher gibt.

Karli mit seinen knapp 10 Monaten war schon wesentlich aufwendiger zu betreuen. Wie bereits erwähnt saß, stand oder lag er die meiste Zeit auf mir. Ich hatte zwar einiges an Spielzeug für ihn dabei, letzten Endes waren jedoch eine PET-Flasche aus dem Duty-Free, eine Packung Tempos und diverse Verpackungsfolien interessanter. Ich glaube man muss ich einfach darauf einstellen, dass der Flug mit einem Baby in diesem Alter (Jünger ist einfacher, dann schlafen sie mehr; älter ist einfacher, weil man dann schon mehr mit ihnen machen kann) etwas anstrengend wird. Selbst wenn das Baby super mitmacht, ist es einfach eine Herausforderung es über einen Zeitraum von zehn Stunden oder mehr bei Laune zu halten. Wenn man sich aber vorher im Klaren darüber ist, dass man nicht wie früher ohne Kind schlafen, essen und filme gucken kann, um dann ganz entspannt aus dem Flieger zu steigen, ist das alles  gar nicht so wild.  Das Schlimmste was man tun kann, ist sich selbst zu stressen, weil man eventuell mit falschen Erwartungen an die Sache heran geht.

2 Kommentare
  1. lena
    lena says:

    Super Artikel, ganz genauso sieht es bei uns auch aus wenn wir verreisen Auf euren Sabbatmonat bin ich sehr neidisch, so lange haben wir das mit unserem selbstständigen Papa leider noch nicht geschafft. Aber auch weniger Wochen 24/7 Papa an der Seite zu haben finde ich extrem schön und auch etwas erleichternd. Mit zwei kleinen ist eben doch schon aufregender macht ihr richtig so

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  1. […] PS: Weitere Artikel über Florida sowie zum Thema Reisen/Fliegen mit Baby/Kleinkind, findet ihr hier. […]

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